Der Optimist

Der Optimist ist das Boot, in dem Kinder segeln lernen. 60 Prozent der Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Athen und 70 Prozent der Medaillengewinner im Segeln haben im Optimisten ihre Seglerkarriere begonnen.

Mit 2,30 m Länge und 1,13 m Breite ist der Optimist das ideale Boot für Anfänger ab einem Alter von etwa sieben Jahren. Gleichzeitig ist es technisch anspruchsvoll genug für ambitionierte Segler bis zu einem Alter von 15 Jahren. Im Laufe seiner Geschichte hat sich der Optimist deshalb zum wichtigsten Boot und zur am schnellsten wachsenden Bootsklasse der Welt entwickelt. Seit dem Design 1947 lernten und lernen Generationen von Kindern auf dem Optimist das Segeln.

Nach Angaben der Deutschen Optimist-Dinghy Vereinigung gibt es weltweit ca. 150.000 aktive Optimistensegler aus 110 Nationen. In Deutschland segeln derzeit ca. 1.200 aktive Regattasegler/innen und sicherlich eine vielfache Anzahl von Segler/innen neben dem Regattabetrieb.

Optimist Klassenvereinigung

Der Teeny

Der Teeny wurde als Zweihand-Jolle vom Deutschen-Segler-Verband zur Förderung der Jüngstenarbeit konzipiert und bietet eine Alternative zum Optimisten, dem Einhand-Dinghy. Der Teeny ist leicht zu bedienen und damit  ein ideales Einstiegsboot für Kinder von 8 bis 15 Jahren, die nicht gerne alleine Segeln wollen. Durch sein geringes Gewicht ist der Teeny ideal zu transportieren (z.B. auf dem Autodach) und lässt sich auch von den Kleinsten leicht ins Wasser schieben.

Der Teeny bietet jungen Seglern die Möglichkeit Trapez- wie auch Spinnakersegeln zu erlernen und erste Erfahrungen in einer aktiven Regattaklasse zu sammeln. In Deutschland gibt es mittlerweile ein großes Regattaangebot mit Startfeldern bis zu 35 Booten sowie Meisterschaften. Zudem ist Teeny-Segeln eine gute Vorbereitung für den Umstieg in nachfolgende Klassen wie z.B. 420er. Immer mehr ehemalige Teeny-Teams fahren auch im 420er erfolgreich mit.

Technische Daten:

• Länge: 3,15m

• Breite: 1,38m

• Segelfläche: 5,40 m², Spinnaker 5,20 m²

• Spinnaker: Ja

• Gewicht: 50 kg Rumpf

Das Boot wird von uns als Einheitsklasse nach den Klassenvorschriften des Deutschen-Segler-Verbandes hergestellt. Alle Teenies sind 100% identisch im Bezug auf Gewicht und Form. Zudem können wir auf die jahrelange Erfahrung aus dem Bau unserer sehr erfolgreichen 420ern und 470ern zurückgreifen. Daher zeichnen sich unsere Teenies - wie alle anderen Ziegelmayer-Boote auch - durch ihre hervorragende Qualität und äußerste Langlebigkeit aus.

Teeny Klassenvereinigung

Der Pirat

Der Pirat wurde im Winter 1937/1938 auf Initiative des Deutschen Seglerverbandes und der Zeitschrift Yacht von Carl Martens gezeichnet. Ziel war ein einfach zu segelndes Boot für Jugendliche. Bis 1941 erlebte der Pirat seine erste Blüte.

Das Nachkriegsboot
Nach dem Krieg wurde der Pirat zu dem Boot schlechthin in Deutschland. Einfach in Holz zu bauen und technisch streng reglementiert wurden viele Boote gebaut. Die Regattafelder erreichten Meldezahlen bis zu 120 Booten. Mit der Weiterentwicklung der Bautechniken kamen neue Bootstypen und die Kunststoffbauweise. Diese Entwicklung wurde etwas verschlafen, der Niedergang war die Folge, die Jugendlichen bevorzugten modernere Jollen. Mit Gründung einer Klassenvereinigung Anfang der siebziger Jahre nahmen engagierte Piratensegler die Initiative selbst in die Hand. Der Spinnaker Mitte der sechziger Jahre war der Anfang einer grundlegenden Wandlung des Schiffes. Sandwichbauweise, Aluminiumrigg und Doppelboden waren Veränderungen, die das Boot zu einem modernen Regattaschiff werden ließen. Die weiterhin sehr stabile Bauweise war für Vereine ein Grund, sich wieder verstärkt dem Piraten zuzuwenden. Die Jugendlichen kehrten zurück.
 
Anfänger und Profis - eine große Fangemeinde
Parallel wurde der internationale Vergleich wiederbelebt. Für den Anfänger ist es leicht, im Pirat die Segelei zu entdecken, da die Sicherheitsreserven sehr hoch sind. Auch größere Fehler werden gutmütig verziehen. Auf der anderen Seite ist der Trimm so anspruchsvoll, dass neben seglerischem Können auch viel technisches Feingefühl zum Erfolg hinzugehört. Die Verbreitung des Piraten ist, auch aufgrund seiner hohen Bauzahlen, sehr groß. In Gesamtdeutschland sind ca. 6.000 Einheiten gebaut worden. Ein Grund, dass der Pirat heute noch so lebendig ist, ist der Zusammenhalt der Segler untereinander und die Organisationsstruktur der Klassenvereinigung. Pirat kann eine Lebensauffassung werden. - Wieder als Jugendklasse bestätigt, ist der Pirat eines der vier Jugendboote des DSV Gegen einige Widerstände hat sich die Idee eines wertbeständigen Bootes, dass auch von Anfängern leicht zu segeln ist, durchgesetzt.

Pirat Klassenvereingung

Der 29er

Das Skiff-Boot 29er hat sich in den letzten Jahren weltweit als internationale Jugendklasse fest etabliert. Der 29er gilt für Jugendliche als Vorbereitung auf den 49er, einer anspruchsvollen olympischen Klasse. Mit einer Länge von 4,45 m und Breite von 1,77m und nur 90 kg Gesamtgewicht bei einer Segelfläche von 12,50 m² exklusive des zusätzlichen 15 m² großen Gennakers handelt es sich bei dem 29er um ein sehr sportliches und schnelles Boot, welches schnell ins Gleiten gelangt. Durch die flache Form des Rumpfes entsteht im Wasser kaum Widerstand und auch bei wenig Wind können hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Das Boot verlangt von den jugendlichen Seglern durch Trapez, Geschwindigkeit und geringer Stabilität einiges Können und Erfahrung.

Die Jugendgruppe des LSV kann derzeit zwei 29er ihr Eigen nennen, ein neues Boot aus dem Jahre 2012 und eines der ersten in Schleswig-Holstein gesegelten Boote.

29er Klassenvereinigung

Der Laser

Bei dem Laser handelt es sich um eine olympische One Design Klasse, alle Laser sind inklusive der Segel weltweit identisch. Das 4,23 m lange Boot wurde 1970 vom Amerikaner Bruce Kirby entworfen und 1974 mit dem Klassennamen Laser getauft. Bis heute sind mehr als 190.000 der kleinen Einhand-Jollen in alle Länder verkauft worden und jährlich wächst die Zahl der in 80 Ländern gesegelten Boote um rund 4000 weitere Boote. Einfachheit, ein Maximum an seglerischem Spaß und Langlebigkeit zeichnen das Boot genau wie seine Widerstandsfähigkeit und die Möglichkeit eines einfachen Transportes aus.

Die absolute Uniformität und Baugleichheit machte den Weg frei für eine steile sportliche Karriere, bis hin zum Olympischen Status. 

Parallel zum Original "Laser Standard" mit 7,06 m² Segelfläche wurde 1989 mit riesigem Erfolg das Laser Radial Rigg mit einer Segelfläche von 5,76 m² entwickelt, welches insbesondere Jugendlichen einen Einstieg in die Laserklasse ermöglicht und das Boot auch bei mehr Wind kontrollieren lässt. Des Weiteren gibt es ein Laser 4.7 Rigg, welches ideal für jugendliche Einsteiger und für die Schulung geeignet ist. Alle Riggs werden auf dem gleichen Bootsrumpf gefahren und ermöglichen somit eine große Variationsspanne.

Der Bootspark der LSV Jugendgruppe umfasst drei Laserboote, die mit den verschiedenen Riggformen gesegelt werden können.

Laser Klassenvereinigung

Die Europe

Die Europe ist eine Einhand-Jolle ähnlich dem Laser. Mit einem Gewicht von 60 kg ist sie ein besonders leichtes Boot und gehörte von 1992 bis 2004 zu den olympischen Frauen-Bootsklassen, bevor sie vom Laser Radial abgelöst wurde. Die Europe zeichnet sich durch ihre vielfältigen Trimmmöglichkeiten und die dem Körpergewicht angepassten Masten und Segel aus. Die Europe stammt ursprünglich von der Konstruktionsklasse Moth ab und wurde 1962 von dem Belgier Alois Roland konstruiert. Bei einer Länge von 3,35m und einer Breite von 1,38 m lässt sie sich außerdem bequem transportieren. Die Segeleigenschaften einer Europe lassen sich als unkompliziert, schnell und leicht händelbar beschreiben. Die körperliche Belastung beim Ausreiten ist nicht so extrem wie z.B. beim Laser. Durch vielseitige Trimmmöglichkeiten kann man den richtigen Segeltrimm erlernen, was das Boot mit seiner Segelfläche von 7,02 m² zu einer sehr guten Ausbildungsjolle macht.

Die Jugendgruppe des LSV nennt derzeit zwei Europes ihr Eigen.

Europe Klassenvereinigung